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Mitgliederservice Banking - Grundsätzliches

In der betreuerischen Praxis spielen Geldgeschäfte für Betreute eine sehr große Rolle. Um 1900 ging der Gesetzgeber bei der Formulierung des Vormundschaftsrechtes noch davon aus, dass das mit Geld überwiegend in barer Form umgegangen und nur der nicht aktuell benötigte Teil auf einem Sparbuch angelegt wird. Entsprechend wurden die Regelungen zum Schutz des Vermögens des Mündels ausgelegt.  Dass es inzwischen Veränderungen gegeben hat ist unübersehbar. Der elektronische Zahlungsverkehr hatte bereits vor dem Siegeszug des Internets zu weitgehend bargeldlosem Zahlungsverkehr geführt. Ohne Bankkonto ist  Geldverkehr praktisch nicht mehr sinnvoll durchzuführen. Das Internet hat nicht zuletzt durch das Online-Banking weitere Möglichkeiten erschlossen.

Die Geschäftsabläufe der Banken haben sich seit dem drastisch verändert. Bankkunden und nicht zuletzt rechtliche Betreuer müssen bei der Umsetzung ihrer Pflichten im Bereich Vermögenssorge über erhebliche Kompetenzen im Umgang mit elektronischen Bankgeschäften verfügen.

So müssen sie in der Regel den Zahlungsverkehr mit mehreren Giro- und Sparkonten pro Betreuten organisieren. Dabei stellen umfangreiche gesetzliche Regelungen und bankspezifische Vorgaben einen komplexen Handlungsrahmen dar, der selbst erfahrene Berufsbetreuer vor Herausforderungen stellt. Der regelmäßig erforderliche Zeitaufwand ist erheblich und beschränkt sich nicht nur auf die praktische Abwicklung der Geldgeschäfte. Auch der Erwerb und die Aktualisierung des nötigen technischen, rechtlichen und finanztechnischen Wissens binden erhebliche Ressourcen.
Die effiziente Bewältigung der organisatorischen Aufgaben bei der Abwicklung der Bankgeschäfte der Betreuten ist, spätestens seit der Einführung von Zeitpauschalen für die Vergütung, ein zentrales Problemfeld geworden.  Online-Banking hat das Potenzial erhebliche Ressourcen zu sparen. Das haben viele Betreuer auch erkannt und ihre technischen und fachlichen Fähigkeiten entsprechend entwickelt.

Die Kontoführenden Institute müssen sich ebenfalls an die umfangreichengesetzlichen Regelungen halten.  Wie sie die gesetzlichen Regelungen handhaben hängt dabei zusätzlichen von Faktoren wie der Geschäftsphilosophie, der Unternehmensstruktur , den Eigentumsverhältnissen aber  auch der Kompetenz der einzelnen Mitarbeiter ab.

Die Praxis zeigt, dass einheitliches Recht leider nicht zu einheitlichen Verfahrensweisen führt. Die Spannbreite reicht von weitgehend behinderungsfreier Verfügbarkeit aller technisch möglichen Anwendungen bis zur vollständigen Ablehnung von Online-Banking bei Betreutenkonten oder aus dem Betreuungsrecht nicht erklärlichen Verfahrensweisen. Aber auch am Bankschalter herrscht eine schwer nachvollziehbare Bandbreite von Möglichkeiten oder Unmöglichkeiten.

Angebot zur Mitarbeit in der Arbeitsgruppe Banking

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  • persönlich stark von Problemen mit Banken betroffen sind
  • besondere berufliche Erfahrungen z.B. als Bankkauffrau/-kaufmann haben oder sich beruflich vertieft eingearbeitet haben

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  • bereits erfolgte Lösungsversuche

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