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Bundesverband freier Berufsbetreuer informiert Abgeordnete der CDU Landtagsfraktion Brandenburg über finanzielle Lage der Berufsbetreuer

Am 07.05.13 fand in Potsdam eine Beratung der Abgeordneten der  CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg zum Thema Betreuung statt. Im Rahmen einer Arbeitskreissitzung des AK Familien, Frauen- und Seniorenpolitik informierten sich die Abgeordneten unter Leitung von Monika Schulz-Höpfner MdL über strukturelle und finanzielle Probleme der Berufsbetreuer im Land Brandenburg.

Der 1.Vorsitzende des Bundesverbandes freier Berufsbetreuer berichtete über die prekäre Finanzlage der Berufsbetreuer und unterstützte den ebenfalls geladenen Geschäftsführer des Betreuungsvereines Lebenhilfe  Brandenburg e.V., Wolfgang Pohl bei seiner Argumentation für die Belange des Betreuungsvereine. Der BVfB hält es für sehr wichtig, dass die Strukturen der Betreuungsvereine mit der unverzichtbaren Unterstützung der ehrenamtlichen Betreuer erhalten bleiben. In Brandenburg bekommen Betreuungsvereine keine Förderung. Die Aufgaben der Vereine wurden jedoch ohne finanzielle Sicherstellung immer weiter ausgedehnt. Wolfgang Pohl sprach von ernsthaften Überlegungen die Tätigkeit des weitaus größten Betreuungsvereines im Land Brandenburg einzustellen, wenn die Finanzierung und Unterstützung so katastrophal bleiben sollte wie sie sich zur Zeit darstellen. Die Löhne der Mitarbeiter stünden in keinem vernünftigen Verhältnis zur Schwere und Komplexität der Tätigkeit der KollegInnen. Helge Wittrodt warnte vor den Folgen dieses Szenarios, da das Betreuungssystem im Land aus fachlichen und finanziellen Gründen nicht  auf die Betreuungsvereine und die durch sie unterstützten Ehrenamtler verzichten könne.
 
Es wurde deutlich, dass die Abgeordneten sich der Tragweite der Probleme und deren Folgen einer weiteren Destabilisierung der Betreuungstrukturen im Land Brandenburg sehr bewußt sind. Es wurde vereinbart, dieser Beratung weitere Zusammenarbeit in der Sache folgen zu lassen. Vorhandenes Datenmaterial der Betreuungsbehörden soll beigezogen und ergänzende eigene Erhebungen durchgeführt werden um diese in die parlamentarischen Arbeit einbeziehen zu können. Der BVfB sicherte fundierte Zuarbeit zu.
 
Frau Schulz-Höpfner erklärte anschließend, den in der Beratung herausgearbeiteten dringenden Handlungsdruck in einer noch am gleichen Tag stattfindenden Beratung im Rechtsausschusses des Bundestages weitergeben zu wollen. Helge Wittrodt übergab dazu aussagekräftige Dokumente des BVfB  in denen die Beurteilung der Finanzlage der Berufsbetreuer analysiert und kritisiert wird.

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