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Das Betreuungsrecht

Mit Inkrafttreten des Betreuungsgesetzes zum 01.01.1992 wurde die Vormundschaft für Volljährige sowie die Gebrechlichkeitspflegschaft durch das einheitliche Rechtsinstitut der Betreuung abgelöst. Kernpunkt der Reform war die Abschaffung der Entmündigung. Das Betreuungsrecht verfolgt das Ziel, geistig und körperlich Behinderten, Suchtkranken und gebrechlichen alten Menschen zu helfen, d. h. ihre rechtliche Situation zu verbessern.

Der Eintritt einer Betreuung setzt voraus:

  • Volljährigkeit des Betreuten
  • Psychische Krankheit oder körperliche, geistige bzw. seelische Behinderung
  • Fehlen der Fähigkeit , seine Angelegenheiten selbst zu besorgen  


Bereiche, die der Betreute selbst besorgen kann, scheidet eine Betreuung von vornherein aus.

Wenn Dritte vorhanden sind, die den Betroffenen freiwillig und in seinem Interesse unterstützen, ist eine Betreuung überflüssig. Dies kann durch eine Vorsorgevollmacht erreicht werden und muss vor Eintritt der  Geschäftsunfähigkeit vom Vollmachtgeber erteilt werden.
(Erfahrungen aus der Praxis haben gezeigt, dass man ohne eine notariell beglaubigte Vorsorgevollmacht schnell an Grenzen stößt. Mit einer notariellen Beurkundung, können Sie eventuell später auftretende Zweifel an der Wirksamkeit der Vollmacht vermeiden.)

Hinweise zur Patientenverfügung finden Sie hier in der 

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