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Das Betreuungsverfahren

Vom Antrag bis zur Betreuerbestellung

Nachdem die Anregung auf Betreuung beim zuständigen Amtsgericht eingegangen ist, wird eine Akte angelegt und eine Geschäftsnummer vergeben.
Das Gericht gibt die Akte zunächst weiter an die Betreuungsbehörde des Landkreises. Diese wird u.a. in Gesprächen mit dem zu Betreuenden und nahe stehenden Personen, das soziale Umfeld im Hinblick auf die Betreuungsbedürftigkeit untersuchen und prüfen, ob nicht auch eine Vollmacht erteilt werden kann, die die Betreuung entbehrlich macht. Die Betreuungsbehörde fertigt für das Gericht dazu einen Sozialbericht.

Wenn aus dem Sozialbericht hervorgeht, dass eine Betreuung notwendig ist, wird das Gericht -wie gesetzlich vorgeschrieben- ein ärztliches Gutachten darüber einholen, ob bei der oder dem Betroffenen eine psychische Krankheit oder eine körperliche, geistige oder seelische Behinderung vorliegt, auf Grund derer der zu Betreuende seine Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht besorgen kann.

Wenn mit dem ärztlichen Gutachten die Akte wieder zum Gericht gelangt, wird der Richter den zu Betreuenden persönlich und in der Regel in dessen gewöhnlichen Umfeld anhören und anschließend den Beschluss über die Notwendigkeit der Betreuung fassen.

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